Religiöse Apartheid 1996 – Unterdrückung von Grundrechten religiöser Minderheiten in Deutschland

Fortsetzung


So schrieb die Senatorin Dianne Feinstein aus Kalifornien im Juli 1994 dem Bundeskanzler, um ihn auf die systematischen Verletzungen der Rechte von Scientologen aufmerksam zu machen - mit der Bitte, diesen Mißstand zu untersuchen und zu beheben. 141

Im August 1994 schrieb der Kongreßabgeordnete Xavier Becerra dem damaligen US-Botschafter Holbrooke bezüglich der Diskriminierung Chick Coreas durch die deutsche Regierung, wobei er anmerkte, daß dies kein isoliertes Vorkommnis sei. Dies würde durch Schreiben der Helsinkikommission der Vereinigten Staaten, des "Congressional Black Caucus", des "Congressional Hispanic Caucus", des "Congressional Arts Caucus" sowie zahlreicher Abgeordneter deutlich - Schreiben, die ernsthafte Fragen hinsichtlich der Behandlung von Scientologen durch die deutsche Regierung aufwerfen würden.142

Im Oktober 1994 schrieben die Vorsitzenden von vier Kongreßausschüssen ("Congressional Arts Caucus", "Congressional Black Caucus", "Congressional Hispanic Caucus" und "Congressional Human Rights Caucus") an die amerikanische Delegation der Helsinkikonferenz betreffend anhaltender und von Regierungsseite subventionierter Diskriminierung gegen Chick Corea im Jahr 1994.143

Menschenrechtsorganisationen gaben ebenfalls ihrer Sorge über die Diskriminierung gegen Scientologen seitens der deutschen Regierung Ausdruck. Im Juli 1994 teilte die Human Rights Office/Helsinki dem Bundesjustizminister ihre Bedenken mit: "Mitglieder der Scientology Kirche werden allein aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen diskriminiert." Die Human Rights Office/Helsinki forderte den Bundesjustizminister auf, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um Schikanen und Gewalt gegenüber Mitgliedern der Scientology Kirche zu untersuchen und in schärfstem Maße rechtlich zu verfolgen.144

Die deutsche Bundesregierung zieht es noch immer vor, diese Menschenrechtsverletzungen zu ignorieren, weigert sich nach wie vor, auch nur ihre bloße Existenz zuzugeben und verweigert auch weiterhin jeden angebotenen Dialog mit Vertretern der Kirche, der zur Lösung des Problems beitragen würde.


In den letzten Jahren hat der offizielle Bericht der Vereinigten Staaten zur internationalen Lage der Menschenrechte, wie er jährlich vom US State Department herausgegeben wird, detaillierte Menschenrechtsverletzungen gegen Scientologen in der Bundesrepublik aufgeführt.

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Schlussnoten

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